Donnerstag, 24. Dezember 2015

Frohes Fest


Euch allen besinnliche Festtage, viele schöne Geschenke und eine friedliche, fröhliche Zeit mit Euren Familien und Freunden! Und vergesst nicht, dem Hütehund ein großes Geschenk zu machen!  

Montag, 2. November 2015

Danke!

Der erste Tag zurück im Labor. Ich hab mich ja sehr auf die Kollegen gefreut aber das ich dann so gerührt bin, hätte ich nicht gedacht! Danke Leute! Für meinen Reisefreund Knoti, für mein Büro, für die tollen Bilder von der Reise, für lang vermisstes Russisch Brot und Oblaten, für die Muffins und die tollen Bilder aus der Heimat und vor allem für Eure Freude!
Danke!

Donnerstag, 29. Oktober 2015

zweite Chance

Im Juni bin ich in Nordschottland an einem Schild vorbeigefahren. 

An dem bin ich gedanklich hängengeblieben. Hat ein ganzes Weilchen gedauert bis mir klar wurde, warum. Danach habe ich noch ein Weilchen überlegt, ob ich umkehre und ein Photo mache..... aber so weit zurückfahren für ein Bild von einem Schild? Also bin ich weitergefahren, habe am nächsten Morgen nochmal über "Umkehren" nachgedacht und danach immer mal wieder bedauert, es nicht gemacht zu haben....


Aber: Man sieht sich immer zweimal! Gilt auch für Schilder! Im Oktober kam ich - ganz ungeplant - nochmal dran vorbei! Hier isses:



zeitlose bunte Schafe

Ich hab ein neues Buch. Auf Empfehlung von Sheila Gear, mit der ich herrlich über die vielen ungewöhnlichen Schafsfarben auf Foula diskutiert habe.

Timeless coloured sheep, Editor: Dawie Du Toit, Michael Imhof Verlag 

Noch ist es ungelesen aber nach kurzem Durchblättern stell ich es gleich mal vor. Das Buch ist eine Sammlung meist wissenschaftlicher Artikel zum Thema "farbige Schafe". Das meiste dreht sich um Farbgenetik bei Schafen, ein paar Artikel sind über "alte bunte Rassen" (u.a. auch Steinschafe und Coburger Fuchs), Nutzung und Vermarktung farbiger Wolle und die Besonderheiten "primitiver" Vliese.


Genau so was wollte ich immer schon mal haben! Ein dickes Buch für Farbgenetik-Geeks .....

Dienstag, 27. Oktober 2015

zu viel mitgenommen...

Nun bin ich wieder zu Hause.... und hab beim Auspacken mal gesichtet, was ich alles zu viel mitgenommen habe....
Geht eigentlich! Eine Dose Tomatenfisch für den Notfall. Der ist nicht eingetreten und deshalb wurde die Dose erst zu Hause aufgemacht. Und handgesponnene Pommernwolle zum Stricken, falls mir langweilig wird....
Langweilig war's auch nicht!


Was hat gefehlt? Eine Tin Whistle! Ich hätte zwischendurch echt gerne mal Whistle gespielt!

Dienstag, 13. Oktober 2015

Jetzt ist's völlig durcheinander

Die Oktober Beiträge sind ja alle aus Donegal! Dabei war ich dort im September! Von Donegal aus bin ich dann - auch im September - wieder auf die westlichen schottischen Inseln gefahren und davon habe ich noch gar nix erzählt! Genauer gesagt bin ich auf die kleine Insel Colonsay gefahren und von dort aus bei Ebbe auf die Gezeiteninsel Oronsay. Und dort... gab es Hebridenschafe! Swift und ich hatten ein paar wenige aber grandiose Tage dort, über die ich auch noch berichten muß!

Aber da ja jetzt eh alles durcheinander ist, berichte ich erstmal, wo ich jetzt bin: Wieder in Shetland. Der Herzensweg von Irland nach Dresden führt nämlich über Shetland. Diesmal nur ganz kurz, zwei Wochen. Aber dafür mit vielen tollen Veranstaltungen! Körung und Auktion der Shetlandböcke, Wool Week und Accordion und Fiddle Festival.
Gleich bei der Ankunft: Runter vom Boot und ab zur Pony-show und -Auktion. "Hey hallo!" "Bist Du wieder da?" "Das ist aber die falsche Spezies!" Soviele Bekannte hätte ich gar nicht erwartet! Ich hab sogar einige Leute von Foula und Papa Stour getroffen! Das war echt schön, zurückzukommen und soviele strahlende bekannte Gesichter zu sehen! 

strenge Begutachtung der Shetlandponys

Da meine Technik langsam den Geist aufgibt und ich keine Musik mehr vom Smartphone hören kann, bin ich in den Musikladen, um CDs zu kaufen. Die anderen Kunden? Bekannte Gesichter und ein dickes Grinsen! Zur Bock-Körung natürlich weitere bekannte Leute und bei der Wool Week stolper ich erstmal über Musiker und dann - das aber nicht unerwartet - über Kathy Coull aus Fair Isle mit ihrer Wolle und Textilien und über Magnus von Foula Wool

Körung und Auktion der Shetland-böcke - Nr. 80 guckt watt skeptisch...
während Nr. 96 milde lächelt

Das Siegervlies bei der Flock Book Show

Sunday Tea in Tingwall Hall mit der Gilde der Spinner und Weber und Färber und Stricker

ääähhmmm...ja...so Fair Isle Stricksachen ... ausgestellt in der Hall in Tingwall

ein Lacetuch, das auf der Royla Highlandshow den Preis für die beste Handarbeit gewonnen hat

Kathy, meine Gastgeberin auf Fair Isle, hat auch eine kleine Wohnung in Lerwick. (Wenn man auf Fair Isle wohnt und z.B. mal zum Zahnarzt muß, geht das so gut wie nicht ohne Übernachtung.) In dieser Wohnung bin ich jetzt. Sehr nette Wohnung in einem eher häßlichen neuen Appartmenthaus aber mit grandiosem Blick (auf die ganzen tollen alten Häuser und auf's Wasser. Wie ein irischer Musiker neulich sagte: "Guck doch mal! Harry Potter Gassen!") Da kann man am Fenster sitzen und Schiffen hinterhergucken, hört das Meer murmeln, kann Gedanken und Notizen sortieren und Bilder sichten.

Vor's Haus treten und aufpassen, daß man nicht ins Wasser fällt...

Der Mann auf der Straße sorgt für maritimes Flair

Wie gewünscht, war am ersten Tag in der Wohnung auch gleich mal richtig fieses Wetter. Ordentlich stürmisch. Da freut man sich doppelt über ein richtig festes Dach und eine tolle Aussicht. Danach - ebenfalls wie gewünscht - herrlicher Sonnenschein und tolle Strandausflüge. 

Seehund beobachtet Seehunde - und umgekehrt





...und jetzt sind es nur noch Tage, bis ich wieder zu Hause bin! Auf die Insel Whalsay möchte ich noch. Und danach werde ich nur noch drei mal Fähre fahren....vieles wird mir fehlen aber ziemlich weit oben auf der Liste steht, einfach an einem Hafen anzukommen und zu fragen, ob auf dem nächsten Boot noch Platz ist (da ist immer Platz)....und dann rüber fahren auf eine Insel, die dann ganz bestimmt ganz anders ist, als die anderen Inseln oder gar das Festland....

Montag, 12. Oktober 2015

Fotosession in Donegal

Jetzt ist das schon eine gefühlte Ewigkeit her, daß ich in Irland war. Conny hat mich da besucht und hat die Harfe mitgebracht. Neben Sessions und "Hausmusik" wollten wir auch ein paar kitischige Bilder machen.... Haben wir auch. In Glencolmcille (oder auch Glencolumbkille) im Glencolmcille Folk Village. Nachdem wir uns im örtlichen Stricksachenparadies mit angemessener Kleidung ausgestattet haben. Die meisten Bilder sind im Gelmcolmcille Folk Village entstanden .... der kleine "Pub mit Laden" hat aber auch echt zum spielen eingeladen!

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Donegal

Einfach mal ein paar Bilder... Strände, Berge, Spinnereien und Webereien und viel tolle Musik..... (und ein Photoshooting mit Conny.... die Bilder gibt es später!).... ich hab jetzt drei dicke Wollpullis mehr....


Freitag, 25. September 2015

Das hab ich ja noch nie gemacht!

Wenn man alleine reist..... ist man alleine. Das ist meist total schön! Manchmal - ganz selten - ist das aber auch einsam. Und manche Sachen macht man alleine auch nicht. Zumindest ich nicht. Ein Lagerfeuer am Strand zum Beispiel! Das macht man mit Freunden. Ich war an vielen schönen Stränden, bei schönem Wetter und mit viel Treibholz zum Feuer machen. Aber alleine im Feuer stochern? Da wird man doch bestimmt ganz sentimental.... wenn nicht nur der linke Platz frei ist sondern auch der rechte und der gegenüber..... (der rechte Platz ist gar nicht frei! Da sitzt der Wutz!)
Ganz einsam wird es bestimmt, wenn man Geburtstag hat.... dachte ich mir! Also bin ich zum Geburtstag an einen Ort gefahren, an dem ich Leute von ganz, ganz früher kenne, die sich vielleicht erinnern. So ganz zufällig bin ich allerdings auch in Allihies in Südirland nicht auf diese Leute gestoßen..... aber weil Allihies halt Allihies ist, lernt man schnell neue Leute kennen, mit denen man in seinen Geburtstag reinfeiern kann!


Am Geburtstag hab ich dann was gemacht, was ich schön öfters gemacht habe: Geburtstagsschwimmen in Ballydonegan Bay. Bißchen sonniger hätte es sein können! 


Man kann aber auch mal was ganz neues ausprobieren: Ich war diesmal auch in Eyeries am Strand, hab Feuerholz gesammelt und habe ganz wunderbar alleine im Feuer gestochert und Würstchen gegrillt! Natürlich nicht ganz alleine: Swift war mit und hat die ganzen verunfallten Würstchen bekommen, die mir "kurz vor perfekt" ins Feuer gefallen sind! 



Hätt ich viel früher machen sollen! Alleine lagerfeuern ist auch toll!
Am nächsten Tag in Allihies die ganzen alten Bekannten wiedertreffen und Musik machen war allerdings auch spitze! Ecki, Mark, John, Paddy, Mighty,.... witziger Sonntag nachmittag mit tollen Tunes!   
Und am nächsten Tag schnell nach Shannon gedüst, um Conny und ihre Freundin zu treffen.
Da hab ich das gesehen:



Drei Leute? Das sind doch wir!


Danach sind wir zusammen ein Stück gereist. An Strände in Sligo....



 und an Klippen in Donegal. Und in Spinnereien und Webereien.... Mit Wollpullis bin ich erstmal eingedeckt!


Samstag, 12. September 2015

Hebridenschafe

Hebridenschafe sind nicht einfach zu finden..... erst recht nicht auf den Hebriden. Also muß man die anderswo suchen. Zum Beispiel auf einer Rare Breed Show in Schottland.
Ich fand, daß selbst die paar, die ich auf den Inseln gesehen habe, anders aussahen, als die auf der Schau. Das waren lackschwarze Schönheiten. Perfekt präsentiert. Was sich dann auch auf den Preis in der anschließenden Versteigerung ausgewirkt hat. 500 Pfund für den Champion Bock (zwischen 50 und 100 Pfund für die Zibben ohne Sieger-Schleife).

Cathy Cassie mit dem Champion-Bock in Lanark

Viele alte Rassen exisitieren ja (fast) nur noch in Hobbyzuchten. Womit die Hobbyzüchter ungemein wichtig sind für den Erhalt der Vielfalt.
Für meine Reise auf den Spuren der alten "Wikingerschafe" war das aber irgendwie ein sehr enttäuschender Abschluß. "Hab ich gesucht und nicht gefunden..." beziehungsweise "Sind jetzt nur noch Show-Schafe mit fetzigen Namen und Stammbaum" ist einfach keine gute Geschichte. Hat mir aber klargemacht, wie besonders die Schafe in Shetland und auf North Rondaldsay sind. Als wirklich "genutzte" Nutztierrasse.
Zum Glück waren auf der Schau viele interessante Leute, die weitere interessante Leute kennen und nach vielen Gesprächen habe ich gelernt, daß die Hebridenschafe noch eine weitere neue Nische erobert haben: Als Landschaftspfleger. Es gibt einige große Herden, die ganz ähnlich wie Heidschnucken eingesetzt werden, um alte Kulturlandschaften zu erhalten. Mindestens eine dieser Herden werde ich noch besuchen.
Vorerst habe ich mir noch eine Herde Hebridenschafe vom alten Typ angeguckt. Bei Gordon und Juliet von scothebs


Hebridenschafe in altmodischer Vielfalt

Blondie - das weiße Schaf der Familie

Dienstag, 8. September 2015

Isle of Arran - rote Eichhörnchen

Wenn wir zu Hause in Dresden Musik machen, überkommt uns immer mal der Kitsch. Dann spielen wir den "Arran Boat Song" ... mindestens hundertmal hintereinander, bis alle Tricks aus der Kitsch-Kiste irgendwo eingebaut wurden. Das treibt einem regelmäßig die Tränen in die Augen. Meist, weil es so schön ist....
Da kann ich ja kaum an dem Hafen vorbeifahren, an dem die Fähre nach Arran anlegt, ohne wenigstens ein Bild gemacht zu haben! Wenn ich schon mal da bin, kann ich genauso gut auch rüberfahren und mal gucken...


Hübsch ist es auf Arran! Wälder und grüne Wiesen, Palmen und blühende Fuchsienhecken, hohe Berge und.... echt viele Eichhörnchen. Rote. Die seltenen. Die sehen aber irgendwie ganz anders aus als anderswo... und winzig sind sie....


Hat ein Weilchen gedauert, bis ich mich erinnert habe aber die sind ja wirklich anders! Der Schafsgenetiker, den ich ganz am Anfang der Reise getroffen habe, hatte das erwähnt. Wir sind beim Fachsimpeln über den MHC bei Schafen und verschiedene Sequenzierungsmethoden abgeschweift.... zu Eichhörnchen. Da die roten Eichhörnchen in GB in Gefahr sind durch ein Virus, das mit den eingebürgerten grauen Eichhörnchen eingeschleppt wurde, haben sie mal ein paar immunrelevante Gene genauer angeguckt. Eine recht unerwartete Erkenntnis am Rande war, daß die britischen Eichhörnchen genetisch ganz anders sind, als die anderen roten Eichhörnchen in Europa. Außer die auf der Insel Arran. Die sind wie die belgischen! Wie genau das so gekommen ist, weiß man nicht. Vielleicht gab es hier keine und der Großgrundbesitzer auf seinem Schloß fand das langweilig....da hat er sich mit seiner nächsten Lieferung belgischer Meeresfrüchte auch ein paar kleine Eichhörnchen schicken lassen....
Die grauen wurden in England schließlich auch eingeführt, weil irgendwer die roten Tierchen in seinem Schloßpark für zu "gewöhnlich" hielt und meinte, daß grau das Gesamtbild doch erheblich aufwerten würde.....





Montag, 31. August 2015

Uist und Barra

Irgendwo müssen sie doch sein, die Hebridenschafe! Ich dacht mir, ich guck mal auf Nord und Süd Uist und Barra. Man munkelt... man mumkelt es gäbe da einen, der hat hundert Hebridenschafe! Finden konnte ich den nicht. Dafür habe ich Strände gefunden. Kilometerlange Sandstrände mit türkisfarbenem Meer. Ganz ohne Schafe und ganz ohne Menschen! Uist - vor allem Nord-Uist - ist traumhaft schön! Wo kein Strand ist, ist Moor und Heide. Zusammen mit dem Lied von Julie Fowlis, das fast pausenlos im Auto lief, war es fast nicht auszuhalten. So schön!