Sonntag, 26. April 2015

über mich, die Reise, das Universum und den ganzen Rest

Die Idee: Ein halbes Jahr reisen. Auf den Spuren der "Wikingerschafe". Oder ganz offiziell den "nordischen kurzschwänzigen Heideschafen". Das ist eine Gruppe alter Schafsrassen, die man fast überall da findet, wo die Wikinger unterwegs waren. Norwegen, Schweden, im Baltikum, Island, auf den Faröern, Shetland, Orkney, den Hebriden, der Isle of Man,.....
Dazu gehören die Heidschnucken und dazu gehören meine Skudden. Die Rassen haben eine Besonderheit: Sie haben nur 13 Schwanzwirbel - kurze Schwänze halt. Sie sind klein und urtümlich. Nicht gerade rentabel für moderne Landwirte. Heutzutage werden sie daher meist von Hobby-Schafshaltern gezüchtet oder in Museumsdörfern und Haustierparks. 
Ich wollte sehen, wo diese Schafe herkommen und ob bzw. wie sie sich dort heutzutage machen. Wer hält diese Schafe und wie nutzt man sie? Wie haben moderne Zeiten und das Internet das verändert?
Ein halbes Jahr alleine unterwegs sein. Nicht ganz alleine: Mit meinem Hütehund als Begleitung. Im Pocket-Camper, der für sechs Monate unser Zuhause sein soll.

Pocket-Camper auf der Isle of Skye

Reisen mit Hund schließt leider einige Ziele aus. Island z.B. ist nicht möglich. Außerdem gäbe es da, genauso wie in Norwegen, Schweden und den Faröern, die Sprachbarriere....
Ein halbes Jahr ist auch gar nicht so lang. Also "nur" die Ecken in Großbritannien, die "Wikingerschafe" haben oder hatten. Die Castlemilk Moorits, die eine "Kunstrasse" sind - erschaffen, um auf Castlemilk Estate ein hübsches Bild abzugeben, die Manx Loaghtans auf der Isle of Man, die Hebrideans auf den westlichen schottischen Inseln, die North Ronaldsays in Orkney - die fast ausschließlich von Seetang leben und die Shetlandschafe. Die einzigen, die ich live kenne.
Die Vorbereitung: Nicht viel... ein Termin ist ausgemacht: Ende Juni auf Foula, Shetland. Alles andere ergibt sich dann schon. Deshalb Driftwool. Treiben lassen, Schafschere und Hütehund im Gepäck.
auf Ronas Hill, Shetland

Geworden ist es eine Reise zu den kleinen Inseln, auf denen das Leben ganz altmodisch ist und ganz modern. Eine Reise zu Menschen, deren Herz für die kleinen Schafe schlägt. Und eine Reise zu Musik. Meine Flute ist im Gepäck genau wie eine Concertina, die ich anstelle von doller Campingausrüstung gekauft habe.

Die wichtigsten Utensilien: Schafschere und Flute



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