Samstag, 12. September 2015

Hebridenschafe

Hebridenschafe sind nicht einfach zu finden..... erst recht nicht auf den Hebriden. Also muß man die anderswo suchen. Zum Beispiel auf einer Rare Breed Show in Schottland.
Ich fand, daß selbst die paar, die ich auf den Inseln gesehen habe, anders aussahen, als die auf der Schau. Das waren lackschwarze Schönheiten. Perfekt präsentiert. Was sich dann auch auf den Preis in der anschließenden Versteigerung ausgewirkt hat. 500 Pfund für den Champion Bock (zwischen 50 und 100 Pfund für die Zibben ohne Sieger-Schleife).

Cathy Cassie mit dem Champion-Bock in Lanark

Viele alte Rassen exisitieren ja (fast) nur noch in Hobbyzuchten. Womit die Hobbyzüchter ungemein wichtig sind für den Erhalt der Vielfalt.
Für meine Reise auf den Spuren der alten "Wikingerschafe" war das aber irgendwie ein sehr enttäuschender Abschluß. "Hab ich gesucht und nicht gefunden..." beziehungsweise "Sind jetzt nur noch Show-Schafe mit fetzigen Namen und Stammbaum" ist einfach keine gute Geschichte. Hat mir aber klargemacht, wie besonders die Schafe in Shetland und auf North Rondaldsay sind. Als wirklich "genutzte" Nutztierrasse.
Zum Glück waren auf der Schau viele interessante Leute, die weitere interessante Leute kennen und nach vielen Gesprächen habe ich gelernt, daß die Hebridenschafe noch eine weitere neue Nische erobert haben: Als Landschaftspfleger. Es gibt einige große Herden, die ganz ähnlich wie Heidschnucken eingesetzt werden, um alte Kulturlandschaften zu erhalten. Mindestens eine dieser Herden werde ich noch besuchen.
Vorerst habe ich mir noch eine Herde Hebridenschafe vom alten Typ angeguckt. Bei Gordon und Juliet von scothebs


Hebridenschafe in altmodischer Vielfalt

Blondie - das weiße Schaf der Familie

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